Dieses Buch befaßt sich mit dem scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg einer unter Jörg Haider rechtspopulistisch agitierenden Partei, die von rund 5 % ( Nationalratswahl 1983 ) auf nahezu 27 % ( Nationalratswahl 1999 ) angewachsen ist. Dabei wurde der Name Jörg Haider auch über die Landesgrenzen Österreichs hinaus zum Synonym für Populismus von rechts.
Die zentrale Fragestellung ist dabei, weshalb ein ähnlicher Erfolg vergleichbarer deutscher rechtsextremer oder rechtspopulistischer dauerhaft ausgeblieben ist. Gibt es also innerösterreichische Gründe, die speziell nur dort den Boden für den Erfolg der FPÖ bereitete, oder liegt es daran, daß es den deutschen rechtsextremen oder rechtspopulistischen Parteien an einer Führungsfigur wie Jörg Haider fehlt?
Der betrachtete Zeitraum umfasst im wesentlichen die Jahre von 1986 bis 2000, also dem Jahr, in welchem die FPÖ in die Regierungsverantwortung mit der ÖVP eingetreten ist. Auch wird ein Blick auf die Geschichte der seit 1956 bestehenden Partei geworfen. Dabei zeigt es sich, daß die FPÖ vor 1986 nicht rechtpopulistisch ausgerichtet gewesen ist und als demokratisch legitimierter Koalitionspartner entweder der SPÖ oder der ÖVP zur Verfügung stand. Die Ergebnisse der erst am 24. November 2002 durchgeführten Neuwahl des Nationalrats sowie der Landtagswahl in Niederösterreich vom 30. März 2003, bei der die FPÖ jeweils rund zwei Drittel ihrer Wählerschaft wieder verlor, sind nicht mit einbezogen.
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